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Unsere passiv-aggressive Gesellschaft

Was tun, wenn jeder am Rad dreht?

Ihr Lieben - Ich bin wieder back! Ich glaube ich habe zwei Wochen eine Pause gemacht? Ich weiß es nicht genau.


Es hat mir gut getan, mal abzuschalten... zu reflektieren, weitere Ideen für Kulturell Inkorrekt zu generieren und viel zu lesen. Das hatte ich ja auch in einem meiner Blogartikel "Arbeitssucht" geschrieben, dass ich hier besser auf mich hören und verhindern möchte in einen Burnout zu rattern.


Den Blog würde ich jetzt alleine wieder weiterführen - Anonymi ist leider so landunter, dass sie es nicht schafft regelmäßig Artikel zu schreiben - ich hoffe das ist auch ok so für dich!


 

Heute möchte ich über die "grund-aggressive-Stimmung" in unserer Gesellschaft schreiben. Die liegt mir echt sehr schwer im Magen. Ich hab das Gefühl, dass durch die Pandemie, die Maskenpflicht, die gesellschaftlichen Einschränkungen uns - der Gesellschaft - zu viel werden. Aggressives Verhalten und Gewalt in der Öffentlichkeit nehmen zu.


Wenn ich darüber nachdenke, wie oft ich beim Einkaufen "angepampt" werde, nur weil ich nicht sofort auf die Seite gehe - wird mir gleich schlecht. Ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft zwar die Gesamtsituation akzeptiert, aber mental, nicht wirklich damit klarkommt. Und ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft noch "zweigeteilter" ist als jemals zuvor.


Es gibt die Coronaleugner, die unsere gesellschaftlichen Einschränkungen missachtet und die "brave Gesellschaft", die sich den Regelungen anpasst. Der zwischenmenschliche Umgang unter den beiden Lagern ist katastrophal. Die einzige Gemeinsamkeit die wir haben, ist dass beide Lager eine aggressive Grundstimmung an den Tag legen.


Mit welchen mentalen Folgen durch die Corona-Pandemie haben wir also zu kämpfen, und wieso wird dies nicht thematisiert?


1) Fast nichts hat einen so großen Einfluss auf unsere Psyche wie zwischenmenschliche Beziehungen - diese leiden durch die Pandemie sowieso schon, problematisch sind jedoch auch die Situationen in der Partnerschaft.


Wenn ich darüber nachdenke: Wenn ich eine längere (Kontakt)Pause bei Freund:innen habe, schwächt das nicht meine Freundschaft.


Liebesbeziehungen sind deswegen in der Krise oft stärker gefährdet. Man hat keinen Ausgleich bzw. kann nicht kontrollieren, wie man seine Zeit anderweitig verbringt, denn es bleiben kaum Alternativen / Freizeitmöglichkeiten.

Entweder werden durch die gesellschaftlichen Einschränkungen Paare ununterbrochen Zeit verbringen, oder für sehr lange Zeit getrennt.


2) Die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt ist immens gestiegen. Nicht nur Frauen, auch Kinder sind in dieser Hinsicht stärker gefährdet. Es gibt aber auch einige Männer, die selbst Anzeige gegen die Frau/Freundin erstattet haben, da sie von ihren Partnerinnen geschlagen wurden.


Was wir bei häuslicher Gewalt vergessen: sie hat langfristige, psychische Folgen - zum Nachteil der Opfer. Mit den Spätfolgen werden wir noch lange zu tun haben.

3) Die psychischen Folgen von Einsamkeit werden bis heute nicht genug thematisiert. Keine Umarmungen, keine Treffen - Social Distancing ist für intro -und extravertierte Menschen Horror.


Durch die Vermeidung sozialer Kontakte über eine längere Laufzeit, laufen wir Gefahr, die Entstehung von Krankheiten - wie z.B Depressionen - zu begünstigen. Selbst wenn alles wieder normal wäre, wird uns die soziale Interaktion schwerer fallen. Das "normale" soziale Leben, dass wir damals mal geführt haben, wird uns nicht mehr leicht fallen - und es wird dauern das wieder "zu lernen".


4) Die Menschen, die am meisten darunter leiden sind die, die schon vorher unter psychischen Krankheiten litten. Durch die Verschlechterung der Allgemeinsituation, verschlechtern sind auch ihre Symptome.


Kinder, Studierende, Menschen in Ausnahmesituationen/ belastenden Situationen (Arbeitssuchende z.B) Menschen ohne sozialen Rückhalt, sozial benachteiligte Menschen, Menschen im höheren Alter, Pflegefälle ... ich könnte noch so viel weiter aufzählen. Ich weiß nur, dass wir irgendetwas tun müssen, um die Gesamtsituation



Achte auf deinen Umgang mit deinen Mitmenschen. Du weißt nie was sie wirklich durchmachen.


Was ich dir mitgeben möchte, oder mit diesem Artikel sagen will: Achte darauf wie DU mit deinen Mitmenschen umgehst. Du weißt nie was sie wirklich durchmachen. Haben sie einen geliebten Menschen verloren? Sind sie finanziell ruiniert? Haben sie mentale Krankheiten? Wir sehen immer nur die Maske der Menschen die sie aufsetzen, aber nicht immer was sich wirklich dahinter verbirgt.


Vielleicht schaffen wir es durch Mitgefühl und gegenseitiges Verständnis, den Umgang untereinander zu verbessern und der aggressiven Stimmung in der Gesellschaft damit entgegenzuwirken.


In liebe

Moni

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