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  • Fehler machen Leute

    Hi ihr Lieben, ich hoffe ihr habt die Woche gut überstanden. Mir gehts ganz gut und ich freue mich sehr auf's Wochenende. Ich habe diese Woche immer sehr früh den Tag begonnen, alle meine ToDo's geschafft und jetzt kann dann beruhigt ins Wochenende gehen. Das Thema heute? "Fehler machen Leute" - was meine ich damit? Heute habe ich einen Post von einer inspirierenden Frau auf LinkedIn gelesen. Sie hat über die fehlende Fehlerkultur in unserer Gesellschaft gesprochen und darüber, wie wir weiter auf Menschen eintreten, die schon am Boden liegen. Fehler werden verpönt und Misserfolge krass verurteilt. Ich hab mich so in dem Post wiedergesehen, weil ich das auch immer sage: unsere Gesellschaft ist nicht darauf ausgerichtet bestimmte Dinge "unperfekt" anzunehmen. Alles MUSS perfekt sein, keiner DARF Fehler machen. Doch sind wir nicht alle Menschen? Ich habe daraufhin diesen Kommentar verfasst: "Stimme ich dir so zu, liebe XY! Ich kann es wirklich nicht mehr hören bzw. ertragen, wenn man beim Fehler machen so krass auf einem rumtrappeln muss. Fehler sind menschlich. Selbst Algorithmen, Bots oder Roboter haben Bugs, die man umprogrammiert und so dann beheben kann. Warum kann man dann einem MENSCH, nicht nachsehen und einfach akzeptieren, dass er/sie Fehler gemacht hat? Die Welt geht davon nicht unter - im Gegenteil, man lernt, es im zweiten Anlauf besser zu machen. Fehler machen uns menschlich, Fehler machen uns authentisch. Perfektion ist nicht immer das wonach man streben sollte. Nur durch Fehler lernt man - zu wachsen, zu scheitern und besser zu werden 🍀" Sie hat mir zugestimmt. Das Beispiel zwischen Technologie (Algorithmen etc.) bringe ich immer wieder. Denn ich frage mich: wären wir heute technologisch so fortgeschritten wenn wir damals bei jedem Bug aufgegeben hätten oder das "System abgeschaltet" hätten, nur weil der Prozess nicht reibungslos läuft? Denn das machen wir in unserer Gesellschaft. Wir nehmen jenen Projekte weg, weil sie Fehler gemacht haben, kündigen sie, machen sie psychisch fertig, isolieren oder mobben sie. Denn Fehler kosten Geld. Und das ist was uns am wichtigsten ist auf dieser Welt - es hat eine höhere Position als ein Mensch. Doch ich bin der Meinung: wir brauchen Fehler. Sie fördern Lernen und Fortschritt. Fehler nehmen emotionalen Druck sowie Stress - es fördert unsere psychische Gesundheit. Alles schön und gut - aber wie kannst du eine gesunde Fehlerkultur vorleben und andere damit anstecken? Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen können: 1) Offen zu den Fehlern stehen Ohhhh, ich rede so oft darüber. Wann ich welche Fehler wie gemacht habe und auch gleiche Fehler wiederholt habe. Ich stehe einfach dazu und es ist mir egal was die anderen über mich denken. Denn ich wiederhole immer wieder in meinem Kopf: Auch wenn ich Fehler gemacht habe, bin ich daran gewachsen. Selbst wenn es 1000 Anläufe waren - beim 1001 Anlauf hat es geklappt und jetzt steh ich hier. 2) Nicht gleich eskalieren Sehr umgangssprachlich, aber so bin ich halt 🙂- Raste nicht direkt aus, wenn du einen Fehler gemacht hast. Ich kenne soooo viele Menschen, die dann in einen "self-destruction-mode" gehen und sich so richtig darin verlieren. Nimm die Situation an, atme durch (jaaaa ich weiß hört sich so esoterisch an, hilft aber echt!) und wenn du wieder klarer im Kopf bist, denke über einen Lösungsweg nach. 3) Suche dir Lösung(en) bzw. die Ursache(n) deines Fehlers Wo liegt die Ursache? Was hast du falsch gemacht und wie kannst du den Fehler künftig vermeiden? Als Pragmatikerin habe ich nach dem Beruhigen sofort wieder mein Hirn wieder in Betrieb, warum der Fehler passiert ist und wie ich ihn beheben kann. 4) Entscheide rational Du weißt nun wo der Fehler lag, und was du vielleicht besser machst. Triff eine rationale Entscheidung, wie es jetzt weitergeht - ich weiß, dass hier vielleicht viele aufschreien werden aber mit rational meine ich nicht nur "Entscheidung nach dem Kopf" sondern auch "Entscheidung nach deiner Intuition". Bisher hat mich meine Intuition nieeeeee im Stich gelassen. Wenn das bei dir der Fall ist und du deine Entscheidung mit einer kleinen Menge "Verstand" zusammengemixt hast, kannst du dir sicher sein, dass du die Entscheidung nicht bereuen wirst und den Fehler künftig nicht mehr wiederholen wirst. 5) Frage aktiv nach Feedback Manchmal sind wir so krass selbst von uns überzeugt, dass wir meinen, es läuft so richtig bei uns. Allerdings fällt uns meist nicht auf (weil wir in unserer Bubble sind), dass wir Fehler gemacht haben, die hätten verhindern werden können. Unsere Gesellschaft ist auch leider manchmal so (nicht alle, nur einige!), dass man immer schön Honig um den Mund schmiert, und immer alles ganz toll findet. Allerdings merken dann einige irgendwann, dass sie gegen die Wand fahren und irgendwann in der Sackgasse stehen. Wenn du willst, dass dich die Menschen in deiner Umgebung aufmerksam machen, dass du einen Fehler gemacht hast - steh zu deiner offenen Fehlerkultur. Sprich darüber. Sag deiner Umgebung, dass konstruktives Feedback erwünscht ist. Man sieht es an einem der erfolgreichsten Unternehmen weltweit: Netflix. Dieses Unternehmen hat eine gesunde Fehlerkultur und eine ausgezeichnete Feedbackkultur - auf diesen beiden Säulen (und natürlich einigen anderen), beruht dieser unglaubliche Erfolg. Sie wissen, dass Fehler nur Probleme mit Konsequenzen sind - und kein Weltuntergang. In liebe, Moni

  • Unsere passiv-aggressive Gesellschaft

    Was tun, wenn jeder am Rad dreht? Ihr Lieben - Ich bin wieder back! Ich glaube ich habe zwei Wochen eine Pause gemacht? Ich weiß es nicht genau. Es hat mir gut getan, mal abzuschalten... zu reflektieren, weitere Ideen für Kulturell Inkorrekt zu generieren und viel zu lesen. Das hatte ich ja auch in einem meiner Blogartikel "Arbeitssucht" geschrieben, dass ich hier besser auf mich hören und verhindern möchte in einen Burnout zu rattern. Den Blog würde ich jetzt alleine wieder weiterführen - Anonymi ist leider so landunter, dass sie es nicht schafft regelmäßig Artikel zu schreiben - ich hoffe das ist auch ok so für dich! Heute möchte ich über die "grund-aggressive-Stimmung" in unserer Gesellschaft schreiben. Die liegt mir echt sehr schwer im Magen. Ich hab das Gefühl, dass durch die Pandemie, die Maskenpflicht, die gesellschaftlichen Einschränkungen uns - der Gesellschaft - zu viel werden. Aggressives Verhalten und Gewalt in der Öffentlichkeit nehmen zu. Wenn ich darüber nachdenke, wie oft ich beim Einkaufen "angepampt" werde, nur weil ich nicht sofort auf die Seite gehe - wird mir gleich schlecht. Ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft zwar die Gesamtsituation akzeptiert, aber mental, nicht wirklich damit klarkommt. Und ich habe das Gefühl, dass unsere Gesellschaft noch "zweigeteilter" ist als jemals zuvor. Es gibt die Coronaleugner, die unsere gesellschaftlichen Einschränkungen missachtet und die "brave Gesellschaft", die sich den Regelungen anpasst. Der zwischenmenschliche Umgang unter den beiden Lagern ist katastrophal. Die einzige Gemeinsamkeit die wir haben, ist dass beide Lager eine aggressive Grundstimmung an den Tag legen. Mit welchen mentalen Folgen durch die Corona-Pandemie haben wir also zu kämpfen, und wieso wird dies nicht thematisiert? 1) Fast nichts hat einen so großen Einfluss auf unsere Psyche wie zwischenmenschliche Beziehungen - diese leiden durch die Pandemie sowieso schon, problematisch sind jedoch auch die Situationen in der Partnerschaft. Wenn ich darüber nachdenke: Wenn ich eine längere (Kontakt)Pause bei Freund:innen habe, schwächt das nicht meine Freundschaft. Liebesbeziehungen sind deswegen in der Krise oft stärker gefährdet. Man hat keinen Ausgleich bzw. kann nicht kontrollieren, wie man seine Zeit anderweitig verbringt, denn es bleiben kaum Alternativen / Freizeitmöglichkeiten. Entweder werden durch die gesellschaftlichen Einschränkungen Paare ununterbrochen Zeit verbringen, oder für sehr lange Zeit getrennt. 2) Die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt ist immens gestiegen. Nicht nur Frauen, auch Kinder sind in dieser Hinsicht stärker gefährdet. Es gibt aber auch einige Männer, die selbst Anzeige gegen die Frau/Freundin erstattet haben, da sie von ihren Partnerinnen geschlagen wurden. Was wir bei häuslicher Gewalt vergessen: sie hat langfristige, psychische Folgen - zum Nachteil der Opfer. Mit den Spätfolgen werden wir noch lange zu tun haben. 3) Die psychischen Folgen von Einsamkeit werden bis heute nicht genug thematisiert. Keine Umarmungen, keine Treffen - Social Distancing ist für intro -und extravertierte Menschen Horror. Durch die Vermeidung sozialer Kontakte über eine längere Laufzeit, laufen wir Gefahr, die Entstehung von Krankheiten - wie z.B Depressionen - zu begünstigen. Selbst wenn alles wieder normal wäre, wird uns die soziale Interaktion schwerer fallen. Das "normale" soziale Leben, dass wir damals mal geführt haben, wird uns nicht mehr leicht fallen - und es wird dauern das wieder "zu lernen". 4) Die Menschen, die am meisten darunter leiden sind die, die schon vorher unter psychischen Krankheiten litten. Durch die Verschlechterung der Allgemeinsituation, verschlechtern sind auch ihre Symptome. Kinder, Studierende, Menschen in Ausnahmesituationen/ belastenden Situationen (Arbeitssuchende z.B) Menschen ohne sozialen Rückhalt, sozial benachteiligte Menschen, Menschen im höheren Alter, Pflegefälle ... ich könnte noch so viel weiter aufzählen. Ich weiß nur, dass wir irgendetwas tun müssen, um die Gesamtsituation Achte auf deinen Umgang mit deinen Mitmenschen. Du weißt nie was sie wirklich durchmachen. Was ich dir mitgeben möchte, oder mit diesem Artikel sagen will: Achte darauf wie DU mit deinen Mitmenschen umgehst. Du weißt nie was sie wirklich durchmachen. Haben sie einen geliebten Menschen verloren? Sind sie finanziell ruiniert? Haben sie mentale Krankheiten? Wir sehen immer nur die Maske der Menschen die sie aufsetzen, aber nicht immer was sich wirklich dahinter verbirgt. Vielleicht schaffen wir es durch Mitgefühl und gegenseitiges Verständnis, den Umgang untereinander zu verbessern und der aggressiven Stimmung in der Gesellschaft damit entgegenzuwirken. In liebe Moni

  • #saytheirnames | Ein Jahr nach Hanau

    Ein Jahr nach Hanau. TRIGGER-WARNUNG. Im folgenden Artikel geht es um Mord, Rassismus & Gewalt. 19. Februar 2021 - Heute möchte ich mit diesem Blog den Opfern von Hanau gedenken. Genau ein Jahr danach. Ihre Namen sind: Ferhat Unvar Gökhan Gültekin Hamza Kurtović Said Nessar Hashemi Mercedes Kierpacz Fatih Saraçoğlu Sedat Gürbüz Vili Viorel Păun Kaloyan Velkov Hat sich etwas geändert? Nun, ich erinnere mich genau einen Tag danach, wie Deutschland ganz groß Karneval gefeiert hat - ohne eine Minute daran zu verschwenden, wie es den Angehörigen gehen könnte - das man die Augen vor der Tatsache verschließt, dass wir ein gewaltiges Problem in Deutschland hinsichtlich Rechtsterrorismus haben. Und dieser stetig wächst. Rechtsterrorismus ist und war keine Ausnahme, es ist Realität, es ist Tatsache. Es kann und hat selbst eine Stadt wie Hanau getroffen, die rund 99.000 Einwohner:innen hat. Was mir am meisten wehtut ist, dass so viele schweigen - sich nicht Thema annehmen, nicht ihre Solidarität aussprechen, sondern ganz einfach in ihrer "Friedefreudeeierkuchenwelt" weitermachen. Das sind wir gewohnt vom privilegiertem Deutschland, das haben wir erwartet. Aber ist das der richtige Weg? Ich finde nicht. Solidarität kann man auf ganz einfachem Weg zeigen (auch wenn man nicht betroffen ist!!!) - denn das Problem in Deutschland ist jenes: Bin ich nicht betroffen, ist es nicht mein Problem. Doch alles was in Deutschland passiert, sollte unser Problem werden - ist es nicht die EINE Gesellschaft, die wir am Ende sein wollen? Am 19. Februar 2020 erschoss ein Mann in der Hanauer Innenstadt (!!!) drei Menschen. Aus dem Nichts. Es ist die Rede von Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu und Sedat Gürbüz. Der Täter fuhr weiter in ein anderes Stadtteil. Vili Viorel Păun verfolgte den Täter mit seinem Auto und hat DREI MAL versucht, die Polizei zu erreichen. DREI MAL, aber keiner ging ran. Der Täter erschoss Vili Viorel Păun durch die Windschutzscheibe. In einem Kiosk und einer Bar nebenan erschoss er Gökhan Gültekin, Mercedes Kierpacz, Ferhat Unvar und schließlich Said Nesar Hashemi und Hamza Kurtović. Fragen, die sich die Familien bzw. Angehörigen stellen und die bis heute nicht beantwortet sind: Warum kam die Polizei so spät? Wieso sind sie so spät in die Wohnung des Täters eingebrochen? Warum wurden die Leichen der Opfer obduziert, OHNE Einwilligung der Familien und noch BEVOR die Familien Abschied nehmen konnten? Warum wurden sie ÜBERHAUPT OBDUZIERT, obwohl man die Todesursache wusste??? Acht Tage nach der Obduktion, durften die Angehörigen Abschied nehmen. ACHT TAGE. Fragen, die bis heute unbeantwortet sind und viele weitere, die ich mir persönlich noch stelle. War das WIRKLICH Behördenversagen oder noch viel mehr? Wie lange soll das noch gehen? Wie lange möchte Deutschland noch wegschauen? Wie lange wollen wir die Angehörigen im Dunkeln lassen? Warum klären wir nicht auf? Wie lange wollen wir Rechtsterror noch dulden und gedeihen lassen? Haben wir aus unserer Geschichte nicht gelernt? Das sind nur ein paar davon, mir schwirren noch viel mehr Fragen durch den Kopf. Ich weiß du bist müde, ich bin es auch. Aber frage dich einen kurzen Moment, wie müde die Angehörigen sein müssen - vor lauter Kampf, fehlender Solidarität, offenen Fragen... Wir müssen weiterkämpfen für sie, für die Opfer, für die Familien. Wir müssen Aufklärungsarbeit leisten und mit der Kraft von Social Media unsere Stimmen zeigen. Denn wenn wir schweigen, zeigen wir, dass wir sie vergessen haben. Und das haben diese unschuldigen, jungen Menschen nicht verdient. Sie haben etwas besseres verdient. Sie haben es verdient, dass wir für ihre Gerechtigkeit kämpfen. Ich bitte dich um folgendes: Zeige deine Solidarität. Nehme an Demos -coronakonform- teil. Bilde dich weiter - höre diesen Podcast - les Artikel von glaubwürdigen Quellen - schaue Dokus. Bitte! Bitte zeig deine Stimme und deine Solidarität, denn Deutschland braucht deine Stimme jetzt umso mehr. Nur wenn wir zusammenhalten und zusammen kämpfen, bewegen wir etwas auf dieser Welt. Ich wünsche den Familien, viel Kraft, viel Energie. Ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, wie es ihnen jeden Tag geht. Ich tue alles in meiner Macht stehende, um meinen Beitrag zu leisten. #saytheirnames #hanau #dontforget In liebe, Deine Moni

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